VW und Ford kooperieren: Gemeinsam in Richtung autonomes E-Auto

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Mit VW und Ford tun sich zwei der größten Autobauer zusammen, um gemeinsam die Autos der Zukunft zu bauen – autonom und elektrisch. Der Deal ist milliardenschwer und beinhaltet zwei wichtige Eckpfeiler.

In New York wurde der Deal unter Dach und Fach gebracht. Der US-Konzern Ford wird Volkswagens modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) nutzen, um bis zum Jahr 2023 ein Elektroauto auf den europäischen Markt zu bringen, von dem rund 600.000 Exemplare gebaut und verkauft werden sollen. Pläne für ein zweites Modell liegen bereits in der Schublade, beschlossen ist aber noch nichts. Für VW ist die Kooperation ein großer Erfolg, hat man damit doch einen der weltgrößten Autobauer als ersten Lizenzkunden für seinen E-Auto-Baukasten gewinnen können. Darauf lässt sich aufbauen.

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So sieht die E-Gold-Plattform von VW ohne Blechkleid aus. / © Volkswagen AG

Bei VW und Ford geht es um viel Geld

Volkswagen investiert im Vergleich mit anderen Autobauern stark in die elektrischen Antriebstechnologien, rund 80 Milliarden Euro hat der Wolfsburger Konzern bereits verplant. Da kommt die Unterstützung von Ford gerade richtig, denn der Deal ist immerhin 11,5 Milliarden Euro schwer. Zudem investieren VW und Ford jeweils rund 2,6 Milliarden Euro in das KI-Startup Argo AI, das sich auf das autonome Fahren spezialisiert hat, also auf selbstfahrende Autos, die auch ohne menschlichen Fahrer hinter dem Steuer ans Ziel kommen. Ein Teil der VW-Investition kommt in Form der bisherigen Roboterauto-Abteilung “Autonomous Intelligent Driving” im Wert von 1,6 Milliarden Euro und 200 Mitarbeiter, die in das neue Unternehmen integriert werden.

Damit hat Argo AI insgesamt 700 Mitarbeiter weltweit. Die Zentrale des Unternehmens ist in München und soll dort auch bleiben. Die Testflotte von Argo AI fährt bereits in Pilotprojekten durch mehrere amerikanische Städte, darunter Pittsburgh, Palo Alto, Miami, Washington und Dearborn. “Wir werden auch in der Lage sein gemeinsam autonome Plattformen zu schaffen, bleiben aber dennoch Konkurrenten, da wir die Plattform unterschiedlich nutzen werden”, bringt Hackett Licht in die Zusammenarbeit. VW-Chef Diess stimmt zu: “Das ist eine Win-Win-Situation.” Volkwagen will die Plattform Anfang der 2020er Jahre nutzen.

Was denkt Ihr: Ist der Weg der Kooperation für die alteingesessenen Autobauer der richtige, um in dem sich radikal wandelnden Markt weiter bestehen zu können?

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