Nicht nur Amazon: Auch Google hört Euch zu

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Laut einem Bericht eines belgischen Fernsehsenders bezahlt auch Google Mitarbeiter dafür, vom Google Assistant aufgenommene Audioschnipsel anzuhören und zu transkribieren. Nicht nur Amazon hör sich also Eure Gespräche mit dem Sprachassistenten an.

Auch wenn Nutzer gerne glauben wollen, dass die Unterhaltungen mit ihren digitalen Sprachassistenten privat sind – oft genug sind sie es nicht. Anfang des Jahres hatte Bloomberg bereits enthüllt, dass Amazon die von den Echo-Geräten aufgenommenen Gespräche an Mitarbeiter verschickt, die diese anhören. Dabei sollen auch genügend Informationen enthalten gewesen sein, dass sich die Audiomitschnitte Personen zuordnen ließen.

Die heutige Nachricht betrifft den Google Assistant. Der belgische Sender VRT NWS berichtet, dass diese Mitschnitte teils entstanden sind, obwohl die Nutzer das System nicht explizit mit “OK, Google” angesprochen hatten. Dies betrifft Gespräche mit den smarten Lautsprechern von Google, aber auch mit dem Smartphone-Assistenten.

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Das Mikrofon lässt sich auch deaktivieren. / © AndroidPIT

Laut den Technologieunternehmen ist es wesentlich, Aufnahmen auch an Mitarbeiter zu senden, um die Spracherkennung zu verbessern. Dies soll aber nur bei einem kleinen Prozentsatz passieren. Im Fall von Google liegt der bei 0,2 Prozent, wie ein Sprecher sagte. Die Datenschutzerklärung von Google Home erwähnt die Verwendung von Daten in dieser Form jedoch nicht. Das die Gespräche mit dem Assistenten aufgezeichnet werden, hingegen schon.

Laut Michael Veale, einem Forscher für Datenschutztechnologie am Alan Turing Institute in London, könnte es sich hier um einen DSGVO-Verstoß handeln.

Sind Sie besorgt über diese Art der Nutzung Ihrer Aufnahmen durch Technologieriesen?

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